Sreyas gewinnt die Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft!

Kommentar schreiben
Sreyas mit einem Pokal bei der Siegerehrung
Bildunterschrift Hauptbild
Der Sieger mit Pokal (Foto von der Deutschen Schachjugend)

Wie auch sein jüngerer Bruder Sayas hat jetzt auch Sreyas den Eintritt in unseren Verein mit einem Titelgewinn gefeiert, herzlichen Glückwunsch!
Bei der diesjährigen Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft trat er in der U12 an. Die Setzrangliste wies ihn als großen Favoriten aus, am nächsten dran war mit Johannes von Mettenheim ein weiterer unserer Jugendlichen. Einen solchen Vorteil auch in den Sieg umzuwandeln ist keineswegs trivial und auch Sreyas hatte einen wackeligen Start mit einem Remis in Runde 1. Dadurch schien er aber erst so richtig motiviert und legte anschließend bis zum Turnierende eine Siegesserie hin: 6,5/7 hieß es nach der letzten Runde, siehe auch die Meldungen auf der Seite der Deutschen Schachjugend: https://www.deutsche-schachjugend.de/news/2020/sreyas-payyappat-nds-ist-deutscher-meister-u12-herzlichen-glueckwunsch/ und https://www.deutsche-schachjugend.de/news/2020/deutsche-jugendeinzelmeisterschaften-2020-die-siegerinnen-u12w-und-u10w/.
Dass das Turnier überhaupt stattfand war wegen der Umstände schon beeindruckend genug, bedeutete aber auch entsprechende Einschnitte, wie zum Beispiel die Verkürzung der Rundenzahl von 11 auf 7. Auch aus dieser Perspektive ist es eine starke Leistung am Ende alleiniger Sieger zu sein, denn gerade im Nachwuchsbereich sind die nackten Elo/DWZ-Zahlen keineswegs ein ausschlaggebender Indikator für die Leistung innerhalb einer Partie.

Die Ergebnisse und Paarungen finden sich zum einen auf der Turnierseite (https://www.deutsche-schachjugend.de/2020/dem-u12/) und zum anderen mit der Übertragung von den Livebrettern auch hier: https://chess24.com/de/watch/live-tournaments/2020-dem-u12. Seine Partien kann man da natürlich gerne nachspielen, ich würde gerne mit einem schönen Schaffensbeispiel enden:

Payyappat - Sauer:
 

Schwarz steht nur scheinbar stabil
Wenn Weiß jetzt nichts einfällt, dann hat Schwarz nicht nur keine Probleme, sondern übernimmt bereits die Initiative. Aber Weiß hat etwas ganz besonderes!


Im letzten Zug zog Schwarz fälschlich mit dem Bauern nach e4 und wurde jetzt vom Traum eines jeden Schachspielers erlegt: Dxg4! und das Damenopfer kann wegen Th5# Matt nicht angenommen werden. Taktisch und im Angriff war Sreyas im Turnier normalerweise sehr kreativ und aufmerksam, auch diesen Zug hatte er quasi sofort gesehen, sehr schön!

Neuen Kommentar hinzufügen