Der mit der Maus tanzt: Ilja gewinnt Zwischenrunde der Deutschen Internetmeisterschaft

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Bei der Zwischenrunde der Deutschen Internetmeisterschaft zeigt Ilja sein Blitzerqualitäten und lässt mal eben fast die gesamte Deutsche Nationalmannschaft hinter sich. Er qualifiziert sich damit für die Endrunde am 09. Mai.

Schach wird online weiter gespielt, das haben wir hier bereits festgestellt. Nun geht dies nicht nur auf lichess. Der Schachbund richtet eine Deutsche Schach-Internetmeisterschaft (DIM) aus, die auf der Plattform des ChessBase-Konzerns (playchess.com) ausgespielt wird. Die Turnierseite findet sich hier: https://www.schachbund.de/dim2020.html.


Der Modus beträgt 3 Minuten pro Partie mit einem Inkrement von 2 Sekunden pro Zug. Wie sich aus dem Titel bereits entnehmen lässt, wird die Meisterschaft nicht in einem Turnier entschieden. Stattdessen gibt es drei Stufen: die Vorrunden, die Zwischenrunde und das Finale. In jeder Vorrunde (für Iljas siehe hier: https://www.schachbund.de/dim2020/articles/dim2020-vorrunde2.html) konnten sich die vorderen 10% für die Zwischenrunde qualifizieren, was Ilja problemlos gelang.

In der Zwischenrunde wurde es dann aber hart: nur die ersten 8 von anfangs 185 Teilnehmern konnten sich einen Platz in der Finalrunde sichern. Die Konkurrenz war äußerst namhaft, so war ein guter Teil der ersten Garde dabei, darunter drei der Prinzen oder auch die Veteranen wie Daniel Fridmann. Eine zweistellige Zahl an Großmeistern bemühte sich um den auch finanziell lukrativen Platz in der Endrunde. Von Anfang an vorne mit dabei: Ilja! Gleich der Start von 6/6 ließ die Hoffnungen nach oben schnellen. Anschließend ließ er sich auch von den Duellen gegen die deutsche Elite nicht aufhalten. Mit 10/13 teilte er sich zwar noch den ersten Platz mit den Großmeistern Daniel Fridmann, Georg Meier und Matthias Blübaum, die Feinwertung sah Ilja dann aber knapp vorne. Herzlichen Glückwunsch!
Der Schachund hat ebenfalls einen kleinen Bericht verfasst und dort auch die Abschlusstabelle hinterlegt: https://www.schachbund.de/news/im-ilja-schneider-gewinnt-ueberraschend-die-zwischenrunde.html.

Kommentare

L

Das war natürlich eine starke Leistung von Ilja. Ich würde ihn aber nicht als Überraschungssieger bezeichnen. Dem Schachbund ist wohl nicht bekannt, dass er seit Jahren einer der besten Blitzer Deutschlands ist.

G

Gerhard schließt sich den Glückwünschen an. Binnen weniger Tage haben es zwei Schachspieler des HSK Lister Turm geschafft, in meiner Tageszeitung erwähnt zu werden. Erst Felix, heute Ilja. Mit der fachgerechten Berichterstattung hapert es indes ein wenig. „Die Bedenkzeit beträgt hier 3:02 Minuten pro Zug“ heißt es statt „Bedenkzeit: 3 Minuten + 2 Sekunden pro Zug“. Es waren auch nicht mehr als 1300 Denksportler dabei, sondern genau 544. Einige haben bis zu viermal an den Vorrunden teilgenommen. Sei’s drum. Iljas Erfolg wird dadurch nicht geschmälert.

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