Regeln Vereinsmeisterschaft

Sucht euch euren Gegner und euer Spielmaterial bitte selbst und baut auf. Meistens sind ein paar Schachfreunde so freundlich, gleich mehrere Bretter aufzubauen. Offizieller Spielbeginn ist 17:45 im Meisterturnier und 18:45 in den anderen Gruppen. Wer eine halbe Stunde später noch nicht erschienen ist, hat seine Partie verloren. Ab offiziellem Spielbeginn gilt Turnierruhe in den Räumen. Geht für Gespräche bitte raus, am besten nicht direkt vor die Tür, sondern ein paar Schritte weiter. Tragt bitte euer Ergebnis in die ausliegenden Listen ein.

Spielverlegungen: rechtzeitig bei Gegner und Gruppenleiter - bis spätestens vorherigem Donnerstag. Um sicherzustellen, dass der Gegner informiert wird, ist zunächst eine telefonische Informierung vorzunehmen. Ist der Gegner nicht persönlich erreicht worden, muss über e-mail informiert werden. Notfalls bitte beim Spielleiter melden.
Der verhinderte Spieler hat seinem Partner einen baldigen Ersatztermin vorzuschlagen. Dies sollte im allgemeinen der nächste angesetzte Nachholtermin sein.
Die letzte Runde kann im Normalfall nicht nachgeholt werden. Der Spielleiter kann für einzelne Partien Ausnahmen festlegen.

Es gelten die FIDE-Regeln einschließlich Richtlinien III. Einige wichtige Regeln sind hier wiederholt:

Ich habe einen Zug gemacht, aber die Uhr noch nicht gedrückt. Darf ich mich umentscheiden? Nein. Die Wahl ist endgültig, sobald die Figur auf dem Feld losgelassen worden ist (Regel 4.7).

Mein Gegner hat die Uhr noch nicht gedrückt, darf ich schon ziehen? Ja! Ein Spieler ist am Zug, sobald sein Gegner seinen Zug ausgeführt hat – auch bevor die Uhr gedrückt wurde (Regel 1.3). Aber, der Gegner muss dennoch die Chance bekommen, die Uhr zu drücken (Regel 6.2.2). Man selbst darf direkt danach die Uhr wieder drücken (aber nicht schon vorher die Hand auf der Uhr haben).

Mein Gegner hat eine Figur absichtlich berührt; wie lange darf ich nach berührt-geführt reklamieren? Nur so lange, wie man selbst noch keine Figur berührt hat (Regel 4.8).

Mein Gegner hat mich Matt gesetzt, aber seine Zeit ist abgelaufen. Was nun? Entscheidend ist, was zuerst eingetreten ist. Der Zug muss ausgeführt sein, bevor die Zeit gefallen ist. Ob man dann noch die Uhr drückt, ist unerheblich. Wenn die Zeit fällt, nachdem der Zug ausgeführt wurde (Figur losgelassen), gilt das Matt, wenn die Uhr davor gefallen ist, gilt die Zeit. Diese Regel gilt entsprechend für tote Stellungen, die zwingend remis sind.

Ich brauche Hilfe vom Schiedsrichter. Darf ich die Uhr anhalten? Ja! (Regel 6.11.2) – Das gilt z.B., wenn ich einen Bauern umwandeln will, aber die Figur dafür fehlt, oder wenn ich reklamieren will. Andere Gründe die Uhr anzuhalten als die Hilfe des Schiedsrichters, gibt es übrigens nicht.

Wir haben am Anfang falsch aufgebaut – was nun? Die Partie wird neu gespielt (Regel 7.2.1). Bei falschen Farben wird übrigens bis zum 10. Zug neu angefangen, ansonsten wird weitergespielt (Regel 7.3).

Mein Gegner hat einen regelwidrigen Zug abgeschlossen – was nun? Es wird die Stellung vor diesem Zug wiederhergestellt (Regel 7.5.1). Es gilt aber die berührt-geführt-Regel für die falsch gezogene Figur!

Jede Partie muss mitgeschrieben werden. Ausnahme: wenn man weniger als 5 Minuten übrighat (Regel 8.4). Wenn beide Spieler nicht mitschreiben, soll bitte eine andere Person mitschreiben.

Wenn beide Uhren abgelaufen sind, aber nicht feststellbar ist, welche zuerst, ist die Partie remis, außer es gibt später noch einen Zeitzuschlag (z.B. 40. Zug), dann wird weitergespielt.

Remisantrag in Zeitnot: Wenn der Spieler, der am Zug ist, weniger als zwei Minuten Restbedenkzeit hat, darf er Remis beantragen, bevor sein Fallblättchen gefallen ist. Er ruft den Schiedsrichter und darf seine Uhr anhalten. Er kann den Antrag damit begründen, dass die Partie mit normalen Mitteln nicht zu gewinnen sei oder dass der Gegner keine Anstrengungen unternehme, die  Partie mit normalen Mitteln zu gewinnen. Falls der Schiedsrichter darin übereinstimmt, erklärt er die Partie für remis. Anderenfalls schiebt er seine Entscheidung hinaus oder lehnt den Antrag ab. Im letzten Fall bekommt der Gegner zwei Minuten zusätzliche Bedenkzeit. (Richtlinien III.5)
Wenn kein Schiedsrichter da ist, dann kann der Spieler am Zug erkären, dass er auf Remis reklamieren will und damit ist die Partie beendet. Die Partieformulare gehen dann an einen Schiedsrichter, der entscheidet, ob er dem Antrag stattgibt (remis), oder nicht (Partieverlust für den Antragsteller).

Strafen durch den Schiedsrichter für illegale Züge oder Ziehen mit 2 Händen: Beim ersten Verstoß: 2 Minuten für den Gegner, beim zweiten Verstoß: Partieverlust bzw. Remis, wenn der Gegner theoretisch nicht gewinnen kann.

Schiedsrichterrechte haben: Jens Wolter, Frank-Christian Baum, Klaus Lütjen, Michael Liebendörfer, Lukas Hoffmann